Best Birthday Card Ever

Heute geht es mal nicht um die Gastgeberrolle, sondern darum, selbst zu Gast zu sein. Gutscheine zu verschenken ist ja für viele ein No-Go. Der Gutschein an sich stört mich nicht. Das Einzige, was ich daran wirklich blöd finde, ist die unspektakuläre Darreichungsform. „Hier, ein Umschlag, da ist dein Gutschein drin, den du haben wolltest.“ Nee, das geht doch besser. Dachte ich und saß drei Tage am Stück fleißig bastelnd an unserem Esstisch. Herausgekommen ist eine Geburtstagskarte, die den bescheidenen Namen „Best Birthday Card Ever“ trägt. Nicht, weil ich denke, dass dies die beste Karte der Welt ist, sondern weil das die Reaktion ist, die ich beim Geburtstagskind hervorrufen will. Mittlerweile habe ich diese Karten schon mehrfach gebastelt und zeige euch heute, wie ich dabei vorgehe.

So eine selbst gebastelte Geburtstagskarte ist schon etwas Besonderes und deshalb bekommen sie auch nur ganz besondere Menschen. Vor allem steckt unheimlich viel Arbeit darin. Ich zeige euch heute, wie ihr das Grundgerüst erstellt. Dieses könnt ihr beliebig erweitern. Für die Karte, die hier als Anschauungsmaterial dient, habe ich ungefähr fünf Stunden gebraucht. An der aufwendigsten, die ich bisher gebastelt habe, habe ich drei Tage gesessen. Trotzdem lohnt es sich. Die Beschenkten haben ihre Karten alle aufgehoben und blättern sie, so wie ich höre, gern ab und an noch mal durch.

Ihr braucht:

  • einen Bogen Fotokarton
  • einen Bogen Tonpapier 
  • eine Schere
  • Klebstoff
  • buntes Scrapbooking- oder Origamipapier
  • Fotos von euch und dem Geburtstagskind oder Bilder mit Luftballons, Konfetti und „Happy-Birthday“-Schriftzügen
  • optional: Sticker, Washi Tape

So geht’s:

Zuerst schneidet ihr den Fotokarton zurecht. Wie groß die Karte wird, entscheidet ihr. Sie soll in der Mitte aufklappbar sein. Ihr legt also ein rechteckiges Stück Fotokarton vor euch und faltet die Seiten zur Mitte. Ein kleiner Tipp: Falls ihr Fotos im Querformat benutzen wollt, sollten diese in den Mittelteil der Karte hineinpassen. Zur Orientierung habe ich ein Foto an die untere Seite des Fotokartons gelegt.

So sollte eure Karte nun aussehen.

Nun folgt das erste Inlay. Ich habe das Tonpapier zu zwei Klappen zugeschnitten und in den Mittelteil geklebt. In die Mitte habe ich ein buntes Papier geklebt, das die seitlichen Klebekanten verbirgt. 

Mit Washi Tape habe ich ein weiteres buntes Papier am oberen Rand befestigt. 

Das ist das Grundgerüst der Karte. Ihr könnt so viele Inlays einarbeiten, wie ihr möchtet. Achtet darauf, dass der „Rahmen“, also der Fotokarton, das größte Format hat. Die Inlays müssen alle kleiner oder genauso groß sein.

Jetzt folgt der spaßige Teil: das Gestalten der einzelnen Seiten. Tobt euch aus! Klebt und malt bis keine Ecke mehr frei ist. 

Ihr könnt zum Beispiel kleine Einstecktaschen anbringen, in denen sich eine Botschaft befindet. 

Oder eine Tüte mit Konfetti. Konfetti braucht man schließlich immer mal.

Aus gefalteten Papierstreifen könnt ihr eine Art Mini-Büchlein basteln, das mit Sprüchen oder Glückwünschen versehen wird. 

Wichtig: Wörter, Sätze und Botschaften werden in der Best Birthday Card Ever nicht einfach in die Karte hineingeschrieben, sondern bekommen ein eigenes Kärtchen, das eingeklebt wird. 

Auf der letzten Seite verbirgt sich der Gutschein. 

Um die Karte zu schließen, habe ich eine Banderole gebastelt. Ihr nehmt einfach einen Streifen Fotokarton, messt die Länge aus (der Streifen muss einmal rund um die Karte reichen, dazu rechnet ihr ein paar Zentimeter „Klebezugabe“) und klebt die Enden zusammen. 

Tadaaa! Fertig. Ächz.

Übrigens: Habt ihr bemerkt, wie sich der aufgeräumte Esstisch in ein kunterbuntes Kreativ-Chaos verwandelt hat? Tja, das lässt sich nicht verhindern. Am Ende liegen überall Papierchen, Schnipsel und Stifte herum. Aber ich finde, es hat sich gelohnt. So eine Karte bekommt (und bastelt!) man schließlich nicht jeden Tag.


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