Cheesecake-Törtchen mit Erdbeersoße

Heute teile ich mein allertollstes und über Jahre streng geheim gehaltenes Käsekuchen-Rezept mit euch. Wobei Käsekuchen eigentlich eine etwas irreführende Bezeichnung ist, denn es handelt sich um einen Cheesecake. Und ihr denkt euch jetzt: Ähm, hallo? Verwirrungstaktik? Nee nee, es gibt da tatsächlich einen Unterschied von großer (geschmacklicher) Bedeutung. 

Früher mochte ich keinen Käsekuchen. Ich habe mich geweigert, ihn zu probieren. Klar, als Kind dachte ich natürlich auch, dass sich da Gouda und eine Harzer Rolle im Kuchenkostüm verstecken. Später, mein Irrtum war mittlerweile aufgeklärt, erwartete ich trotzdem, dass Käsekuchen irgendwie … na ja, halt käsig schmeckt. Bei einem Geburtstag kostete ich ein Anstandshäppchen und die große Käsekuchen-Liebe war entflammt. So schnell kann es gehen.

Käsekuchen hat für gewöhnlich einen Teigboden. Cheesecake hingegen, und das liebe ich sehr, hat einen Boden aus Kekskrümeln. Der schmeckt nicht nur crunchy-köstlich, sondern ist auch der absolute Gewinner in Sachen Zeitaufwand.

Ihr braucht:

Für den Keksboden:

  • 100 g Butterkekse
  • 80 g Butter
  • 1 TL Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Zimt

Für die Creme:

  • 500 g Quark
  • 2 Eigelb
  • 150 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Päckchen Vanillepuddingpulver
  • 1 große Zitrone
  • 375 ml Milch

Für die Erdbeersoße:

  • 100 g Erdbeeren (TK funktioniert prima)
  • 2 TL braunen Zucker

So geht’s:

Den Backofen auf 160 Grad vorheizen. Die Kekse zerbröseln. Das geht sehr gut, wenn man die Kekse in eine kleine Tüte oder einen Gefrierbeutel füllt und mit dem Nudelholz zermahlt. Es dürfen ruhig kleinere Keksstückchen sein, ihr müsst die Kekse nicht zu Staub zermahlen. Die Butter in einem Topf zerlassen und Kekskrümel, Zucker, Salz und Zimt dazugeben. Die Keksmasse nun in einer Springform oder auf dem Kuchenblech verteilen und gut am Boden andrücken. Ab in den Ofen damit und 10 Minuten vorbacken.

Nun geht’s an die köstliche Creme. Quark in eine Schüssel füllen. Nach und nach alle weiteren Zutaten hinzugeben und gut verrühren bis eine gleichmäßige Creme (die eigentlich noch gar keine Creme, sondern sehr flüssig ist) entsteht. Seid ruhig großzügig mit dem Zitronensaft. Der Kuchen verträgt das. Optional kann man übrigens auch Mandarinen mit in die Creme schmeißen. Für manche ist das ja beim Cheesecake ein Muss, andere mögen die Creme lieber pur. Holt euren Keksboden aus dem Ofen und verteilt die Creme darauf. Den Kuchen etwa 45 Minuten bei 160 Grad backen.

Jetzt könnt ihr die Erdbeersoße vorbereiten. Die TK-Erdbeeren lasse ich etwas antauen. Der Zucker wird in einem Topf karamellisiert. Es kann leider schnell passieren, dass der Zucker anbrennt oder bitter wird. Hier ist ein kleiner Trick, mit dem das nicht passiert: Ich mische den Zucker mit ein wenig Wasser. Gerade so viel, dass eine dickflüssige Masse entsteht. Nun kann er im Topf ganz easy karamellisiert werden und die Gefahr, dass er anbrennt, ist sehr gering. Dann die Erdbeeren hinzugeben. Die Früchte verlieren beim Erhitzen genügend Wasser, ihr müsst also keins mehr hinzugeben. Die Erdbeeren könnt ihr, sobald sie weich genug sind, mit einer Gabel etwas zerdrücken. Kurz köcheln lassen und das Ganze pürieren. Fertig.

Wenn ihr den Cheesecake zu kleinen Törtchen verarbeiten wollt, solltet ihr darauf achten, dass der Kuchen nicht zu hoch wird und entsprechend weniger Creme nehmen. Dazu müsst ihr nämlich mit einem Plätzchenausstecher kleine Törtchen aus dem Kuchen ausstechen. Und das wird schwierig, wenn der Cheesecake höher ist als der Plätzchenausstecher. Der Kuchen lässt sich aber auch super im Ganzen servieren. Er wird vermutlich eh nicht lange unberührt bleiben.

Ich gebe zu, dass als Deko eine Erdbeere am meisten Sinn macht. Wenn die TK-Erdbeere sich aber weigert gut auszusehen, darf man auf eine fotogene Himbeere zurückgreifen. *hust*

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