Brunch Grillabend

Fruchtiger Dip: Selbst gekochter Heidelbeer-Ketchup

Zum Finale der Heidelbeer-Saison habe ich es endlich geschafft, Heidelbeer-Ketchup zu kochen. Ich bin ziemlich begeistert! Dieser Ketchup ist super fruchtig und passt hervorragend zu gegrilltem Hühnchen, Datteln im Speckmantel oder Grillkäse. Solltet ihr also demnächst noch einmal zum Grillabend einladen, empfehle ich euch ganz dringend, diesen Ketchup anzubieten. Vielleicht macht ihr dann lieber gleich die doppelte Menge, damit ihr noch ein Glas auf Vorrat habt.

Ich finde ja so abgefahrene Süß-salzig-Kombinationen wahnsinnig toll. Schokolade ist die Ausnahme. Da gehört kein Salz drauf. Aber ein fruchtig-süßer Dip zu herzhaften Gerichten? Her damit! Die Österreicher haben diese Großartigkeit schon früh erkannt und reichen deshalb Preiselbeeren zum Wiener Schnitzel. Göttlich. Kommen wir also zum Heidelbeer-Ketchup. Den kann man übrigens mit Sicherheit auch zum Wiener Schnitzel essen. Allerdings nicht in Österreich, dort wird man dafür vermutlich mit Blaubeeren beworfen.

Ich war also auf der Suche nach einer Alternative zum normalen Tomaten-Ketchup und dachte, ich könnte es einfach mal mit Heidelbeeren probieren. Der Unterschied zum Tomaten-Ketchup-Rezept ist nicht so groß. Und tatsächlich: Es hat funktioniert! * hüpf * Blaubeeren haben übrigens noch bis Ende August Saison. Danach müsst ihr auf dieses Rezept nicht verzichten. Ich habe den Ketchup auch mit TK-Heidelbeeren ausprobiert und es funktioniert ebenso gut. Also, ran die Töpfe.

Ihr braucht:

  • 200 g Heidelbeeren (TK geht auch)
  • 100 g braunen Zucker
  • 100 ml Weißweinessig
  • 1/2 TL Salz
  • etwas Pfeffer
  • 1/2 TL Zimt
  • eine Messerspitze gemahlene Nelken

Die Mengenangaben reichen für ein Glas (siehe Fotos).

So geht’s:

Essig in einen Topf füllen. Blaubeeren und Zucker hinzufügen und erhitzen. Dabei fleißig rühren. Nun die Gewürze hinzufügen und abschmecken. Vorsicht mit dem Zimt. Das Aroma kann schnell zu dominant sein. Das Ganze sollte etwa 45 Minuten köcheln. Zwischendurch immer mal wieder umrühren.

Den noch heißen Ketchup könnt ihr in Gläser füllen und dann im Kühlschrank lagern. So sollte er zwei Wochen haltbar sein. Flaschen sehen zwar auch hübsch aus, aber damit tut ihr euch keinen Gefallen. Der Ketchup kommt da nämlich nicht freiwillig wieder raus.

Der Lieblingsmensch konnte sich beim Probieren dieser Köstlichkeit noch nicht entscheiden, ob er den Ketchup richtig genial findet oder ihn am liebsten verschenken würde. Meine Meinung steht dagegen völlig fest: Irre leckeres Zeug. Beim Kochen zog ein weihnachtlicher Duft durch unsere Wohnung. Ich kann nix dafür, das liegt an den Nelken und am Zimt!


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