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Meine Job-Routine und der einzig wichtige Tipp fürs Home Office

Sitzt ihr auch gerade im Home Office? Welcome to my life. Seit fünf Jahren arbeite ich als Freiberuflerin am heimischen Schreibtisch. Viele, die einen richtigen Büroalltag gewohnt sind, fragen mich, wie ich meinen Tag plane und motiviert bleibe. Gerade jetzt, wo viele Angestellte ihre Arbeitszeit gezwungenermaßen im Home Office verbringen müssen, ist die Nachfrage nach den ultimativen Tipps für diese besondere Situation riesig. Ich erzähle euch ein wenig über meine Job-Routine und verrate euch den aus meiner Sicht einzig wirklich wichtigen Tipp für die Arbeit von zu Hause aus.

Auch mein Arbeitsalltag hat sich seit Corona verändert. Fast alle Aufträge sind weggebrochen oder mussten auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Aber wenn ich eins im Leben gelernt habe, dann das: Es geht immer irgendwie weiter. Dieser Gedanke hatte für mich immer etwas Tröstliches. Und auch jetzt bewahrheitet er sich wieder. Ein paar kleine Aufträge kann ich auch vom Schreibtisch aus recherchieren. Und Brautpaare, die mich als Traurednerin buchen möchten, „treffe“ ich jetzt digital.

Kommen wir nun zu einigen Fragen in Sachen Home Office, die immer wieder auftauchen.

Was soll ich anziehen?

Ein oft genannter Tipp fürs Home Office lautet: Zieh dich so an, als würdest du ins Büro gehen. Ok. Ich wünschte, ich könnte behaupten, dass ich immer total rausgeputzt und ordentlich zurechtgemacht an meinem Schreibtisch sitze. Ist leider nicht der Fall. Manchmal habe ich gleich morgens einen wichtigen Gedanken, den ich in einen Text einbauen will, eine Überschrift, einen Fun Fact, whatever.

Dresscodes sind der Kreativität reichlich schnuppe.

Also schlappe ich mit einer Tasse Kaffee in der Hand direkt an meinen Arbeitsplatz. Klar, wenn ihr einen Video Call habt, solltet ihr natürlich nicht im Pyjama da sitzen. Ansonsten macht einfach das, womit ihr euch am wohlsten fühlt. Und wenn das eine Jogginghose ist, dann ist es eben so. Es lebe die Freiheit des Home Office!

Keep it clean.

Ich liebe es, wenn es ordentlich ist. Leider bin ich nicht so gut im Ordnung halten, aber immerhin weiß ich jederzeit genau, wo etwas ist. Das war schon so, als ich noch im Büro gearbeitet habe. Da sah mein Schreibtisch tagsüber aus als hätte jemand das Fenster geöffnet und das ganze Papier wäre durch den Raum geweht. Das war meine Ordnung. Ich fand mich super zurecht. Das komplette Gegenteil saß mir direkt gegenüber. Mein Kollege hatte immer genau einen einzigen Zettel vor sich liegen. Und zwar den, den er aktuell bearbeitete. Ich fand das irgendwie bewundernswert. Zugleich fragte ich mich, wie man so arbeiten kann. In Erinnerung an diesen Gegensatz würde ich also behaupten, Ordnung und vor allem die Wichtigkeit von Ordnung ist Typsache.

Allerdings gebe ich zu, dass der Anblick eines aufgeräumten Arbeitsplatzes bei mir deutlich mehr Freude auslöst als chaotisch arrangierte Papierstapel unter denen man erst mal die Tastatur suchen muss.

Lege dir To-do-Listen an.

Ich persönlich mag ja To-do-Listen unheimlich gern. Vor allem, wenn man etwas abhaken kann. Höhöhöhö. Ein gut geführter Kalender ist aber praktischer, da ihr hier direkt alle Aufgaben und Termine in eine Reihenfolge bringt, d.h. einer Uhrzeit zuordnen könnt. Unter Umständen führt so eine einfache Liste nämlich dazu, dass ihr ungeliebte Aufgaben überspringt und am Ende des Tages weiterschiebt. Ein kleiner Experten-Tipp: Das geht nicht lange gut. * hust * Tried and tested for you. Gern geschehen.

Es kommt auch auf den Job an, den man zu erledigen hat. Wenn man jeden Tag die gleichen Abläufe wiederholt, ist dieser Tipp mit den Listen einfach mal komplett sinnlos.

Schaff dir Routinen.

Ich checke meine Deadlines und was sonst noch so an Aufgaben ansteht. Dann geht es an die Arbeit. E-Mails beantworten, Interviews vorbereiten, Recherche, Texte oder Traureden schreiben, Rechnungen schreiben, Papierkram erledigen. Termine finden meist nachmittags oder abends statt. Also ohne Corona jedenfalls. Mehr Routine als das gibt es bei mir nicht. Das liegt aber hauptsächlich an der Branche, in der ich tätig bin. Generell denke ich, dass es hilfreich ist, den Arbeitstag genau so zu strukturieren wie man es im Büro eben auch getan hätte.

Oft höre ich dazu: „Boah, ich wäre ja zu Hause die ganze Zeit abgelenkt!“

In der Tat ist das etwas tricky. Wenn ich merke, dass ich mich nicht mehr konzentrieren kann und stattdessen die Warenkörbe diverser Online Shops fülle, nehme ich mir ganz bewusst Zeit für eine Pause. Setzt euch hierfür unbedingt ein festes Zeitfenster, sonst dauert die Pause vielleicht versehentlich bis zum Feierabend.

Wer sich wirklich leicht ablenken lässt, sollte den Arbeitsplatz während der Arbeitszeit nicht verlassen. Na gut, auf die Toilette darf man schon noch. 😉 Aber mal eben den Geschirrspüler ausräumen, staubsaugen, Sofakissen aufschütteln, … lieber nicht.

Der einzig wirklich wichtige Tipp für das Home Office:

Meine liebste Tageszeit ist der Morgen. Da bin ich zwar noch nicht besonders gesprächig, aber wahnsinnig effizient und motiviert. Das Schreiben und Dinge abarbeiten lege ich deshalb immer in die Zeit von 9 bis 12 Uhr. Networking, Socialising, nennt es wie ihr wollt – das findet bei mir im besten Fall abends statt.

Findet heraus, wie ihr arbeitstechnisch tickt. Das ist wirklich essentiell. Wann immer es möglich ist, strukturiert eure Aufgaben so, dass sie zu eurem Rhythmus passen.

Wann fällt euch die Arbeit besonders leicht? Zu welcher Uhrzeit ist euer Energielevel eher niedrig? Legt die wichtigsten und intensivsten Aufgaben in die Zeit, in der ihr am leistungsfähigsten seid. So arbeitet ihr super effizient und das steigert die Motivation!

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