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Perfekt unperfekt: Blumen arrangieren

Ich habe eine große Schwäche für bunte Blumensträuße. Wie frisch gepflückt sollen sie aussehen (im besten Fall sind sie das auch), etwas wild zusammengesucht, mit Stielen in unterschiedlichen Längen und Blüten in allen Größen. Perfekt unperfekt also. Damit sie hübsch in der Vase arrangiert richtig zur Geltung kommen, gibt es ein paar einfache Tipps.

Auf dem allerschönsten Blumenfeld habe ich neulich einen ganzen Eimer mit Blümchen gefüllt. Zu Hause musste die Schätzchen dann auch schnell in die Vase. Selbst arrangieren war also angesagt. Das mache ich mit gekauften Blumen ebenso. Ich kündige im Laden immer an, dass von jeder Blume nur eine einzige im Strauß sein darf und gebe ansonsten nur die Farbpalette vor. Ganz wichtig: Niemals binden lassen. Ich persönlich mag diese fest zusammen gezurrten Sträuße einfach nicht so gern. So ein lockeres Blütenchaos ist moderner und wirkt immer ein bisschen, als hätte man das Blumenfeld mit den wild gewachsenen Pflanzen einfach von der Natur in die Vase umgepflanzt.

Das ist meine Auswahl aus dem Blumenladen.

Bei den Farben habe ich mich an Weiß, Pink und Lila gehalten.

Zuerst breite ich alle Blumen vor mir aus, damit ich einen besseren Überblick habe.

Sollen die Blumen auf dem Tisch stehen, an dem die Gäste sitzen, empfehle ich, mehrere kleine Vasen aufzustellen. Die dürfen auch gern unterschiedlich sein. Ein riesiges Bouquet mitten auf der Tafel steht meist nur im Weg und die Gäste, die sich gegenüber sitzen, können sich vor lauter Blütenpracht nicht mehr sehen. Damit ihr erkennt, wie ich die Blumen anordne, habe ich hier, sozusagen zu Demonstrationszwecken, eine große Vase genommen.

Ich schneide jeden Stiel mit einem Messer an. Eine Blumenschere ist natürlich noch besser. Normale Haushaltsscheren solltet ihr lieber nicht verwenden, da sie den Blumenstiel quetschen. Das ist dann so, als würde man frisches Brot mit einem Buttermesser schneiden. 

Die Stiele bilden ein Gitter, in das immer mehr Blumen hineingesteckt werden. Es trägt sich dadurch selbst und alle Blumen bleiben an ihrem Platz. Für den Anfang suche ich mir vier Blumen mit kräftigem Stiel aus und stelle sie über Kreuz in die Vase.

Während ich alle Blumen nach und nach in das Gitter stecke, drehe ich die Vase immer ein wenig. Sonst sieht das Kunstwerk am Ende nämlich nur von einer Seite gut aus. Das Grünzeug benutze ich, um Blumen, die leicht abknicken und über den Rand der Vase hängen würden, zu stützen. 

Wichtig:

Die Blumen dürfen nicht nur unterschiedlich lang sein, sie sollen es sogar unbedingt!

Meine Feldblumen habe ich in kleineren Gefäßen arrangiert. 

Und falls sich jetzt jemand um die armen Insekten sorgt, die keine Blumen mehr finden: Keine Angst, das Feld meines Blumendealers ist so riesig, dass Bienchen, Hummeln und Menschen in friedlicher Koexistenz von den Blüten profitieren können. Bis Anfang Oktober werde ich mich hier noch für kleines Geld bedienen können (abgerechnet wird nach Stielumfang des Straußes), dann muss der Blumenladen wieder ran. Dabei macht selber pflücken so viel mehr Spaß! Schmeißt mal die Suchmaschine an, Blumenfelder gibt es sicher auch in eurer Nähe. 

 

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