Sitzordnung? Erledigt!

Vier Leute an einem Tisch zu platzieren, ist für mich schaffbar. Zehn Personen an zwei Tischen unterzubringen, geht auch. Aber rund 70 Menschen an keine Ahnung wie vielen Tischen??? Das hat mich doch vor eine größere Herausforderung gestellt. Ich teile heute meinen Gastgeber-Profi-Tipp mit euch, mit dem ich nun die Sitzordnung in wenigen Minuten erstellen kann. Here we go.

Im Internet gibt es haufenweise Tipps für das Erstellen einer Sitzordnung. Vieles davon war für mich schon vorher klar. Dass man nicht unbedingt Leute zusammen setzt, die sich nicht leiden können. Ach was. Big news.

Ich habe also all diese Tipps gelesen und hatte am Ende noch immer keinen Plan. Deshalb habe ich mein eigenes System entwickelt, das sich bei der Planung unserer Hochzeit bereits bewährt hat. (Sinnvoll ist es natürlich, die Sitzordnung wirklich erst kurz vor der Feier festzulegen, aber ich bin so hibbelig, dass ich schon mal etwas damit herumspielen wollte.)

Zunächst müsst ihr wissen, wie viele Personen an einem Tisch sitzen können. Daraus ergibt sich dann die Anzahl der Tische. In unserem Fall sind das neun. In einem Word-Dokument habe ich also neun Kreise (= Tische) und jeweils ein kleines Textfeld daneben erstellt. Nun braucht ihr eure Gästeliste.

Teilt eure Gäste in Gruppen ein. Bei uns heißen diese Gruppen Familie von Nina, Familie vom Lieblingsmenschen, Freunde von Nina, Freunde vom Lieblingsmenschen und Arbeitskollegen. Jeder Gast sollte da irgendwo unterkommen. Natürlich überschneiden sich unsere Freundeskreise teilweise. Manche Kollegen sind auch Freunde. Weist diese Gäste der Gruppe zu, in die sie eurer Meinung nach am besten passen. Jede Gruppe hat von mir eine eigene Farbe bekommen und die Namen der Gäste habe ich auf der Liste mit der entsprechenden Farbe markiert.

Die ersten beiden Tische haben sich im Grunde von allein ergeben: der Tisch des Brautpaares und der Tisch mit unseren Geschwistern und Trauzeugen. Nun könnt ihr nach Gruppen vorgehen. Ich habe zunächst meine Familie (Tanten, Onkel, Cousinen, etc.) platziert. Die Jüngeren an einen, die Älteren an einen anderen Tisch. Dann die Familie vom Lieblingsmenschen und jede weitere Gruppe.

Natürlich geht das selten genau auf. Muss es aber auch gar nicht. Die Personen, die nun noch keinen Platz haben, verteile ich sinnvoll auf die Tische, an denen es noch freie Plätze gibt. Dabei gehe ich nach Farbe und Alter vor.

Extra-Tipps:

Wenn ihr Gäste aus dem Ausland habt, die nicht fließend Deutsch sprechen, sorgt für Sitznachbarn, mit denen sie sich (zumindest auf Englisch) verständigen können.

Keinen Single-Tisch!!!

Berücksichtigt ein bisschen das Kommunikationsverhalten eurer Gäste. Setzt nicht alle schweigsamen Personen an einen Tisch.

Vielleicht klingt das alles höchst kompliziert und aufwändig, aber ich habe unsere Sitzordnung für die Hochzeit mit dem Farbsystem innerhalb von fünf Minuten fertig gehabt. (Nachdem ich zuvor schon einige Male völlig planlos davor saß.) Probiert es einfach mal aus! 🙂

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